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ABI - wir haben es uns verdient!Von Melanie Redert Auf der einen Seite kann man sagen, wir haben es endlich geschafft. Wir haben uns nach einem kurzen Zwischenstop 1990 für die richtige Reisegesellschaft, Gymnasium Lahnstein, entschieden und sind nun nach neun Jahren mit einigen Turbulenzen mehr oder weniger sicher an unserem Ziel angekommen. Der Service unserer Reiseleitungen war nicht immer zu unserer vollständigen Zufriedenheit, im Großen und Ganzen aber akzeptabel. Wir haben es ja schließlich überlebt, ohne von Schwimmwesten, Kotztüten oder Sauerstoffmasken Gebrauch zu machen. Unsere Reisebegleiter machten uns auf einige wichtige, aber auch auf unwichtige Dinge des Lebens aufmerksam. Im Ablauf unserer Tour durchlebten wir sowohl regnerische als auch sonnige Tage, wir hatten stressige, traurige, langweilige und sinnlose, aber auch lustige, unvergeßliche, schöne und phantastische Momente. Vielen war die Studienreise zu lang und zu anstrengend, und so verabschiedeten sich einige im Laufe der Jahre und verließen die tolle Reisegruppe, die sich zwischenzeitlich zu einer verfestigten Gemeinschaft entwickelt hatte. Andererseits könnte man das Gymnasium Lahnstein samt seinem Duty-Free-Shop, seiner mit rotem Sand ausgelegten Start- und Landebahn, seinen zwei Abfertigungs- und Wartehallen, seinem kostenlosen Angebot an Parkplätzen für Pendler, seinem Management, das sich jedes Jahr neue Reisepläne ausdenkt und die Reisenden täglich von gecancelten Ausflügen informiert, mittlerweile als unseren gut bekannten Heimathafen bezeichnen. Der Tower in Form einer blauen Pyramide läßt uns das sonst unscheinbare Terminal allmorgendlich wiederfinden. Nach neun Jahren oft mühseliger Aneignung angeblich lebensnotwendiger Bestimmungen und Richtlinien in sprachlichen, mathematischen, gemeinschaftskundlichen, künstlerischen und naturwissenschaftlichen Bereichen halten die Leitung sowie die anderen Ausbilder uns endlich für hinreichend befähigt, die ersehnte Lizenz zu erhalten. Uns wird ein Freiflugschein überreicht, mit dem wir nach dem Einchecken und dem langen Weg durch viele Zoll- und Grenzkontrollen nun endlich zum Abflug vom Gymnasiums Lahnstein bereit sind. Unsere Schließfächer sind geräumt, die Koffer sind gepackt. Wir starten in eine Zukunft, die für jeden einzelnen von uns neu und ungewiß ist. In welche Richtung uns der Wind auch weht, wo wir auch landen, wir sind und bleiben der Abi-Jahrgang 1999. Um dies auch schriftlich festzuhalten, entstand diese Abizeitung, ein Schriftstück in Form eines Reisekatalogs, der allen Beteiligten und vor allem uns als Andenken und Erinnerungshilfe dienen soll. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, daß wir uns jetzt an diesem Punkt unseres Lebens befinden. |
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