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Abi-Jahrgang '99 des Schulzentrums Lahnstein

   
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Es gibt kein Bier auf Hawaii... aber in München!

Gruppenfoto Nach dem tollen Wollknäul-Kennenlernspiel von Herrn Stein beim Vortreffen kannten wir also endlich die Namen der Leuten, mit denen wir schon seit Jahren in eine Stufe gingen. Jetzt stand unserer genialen Kursfahrt eigentlich nichts mehr im Wege.

Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir schließlich im Jugendgästehaus München an. Die Zimmer wurden eingeteilt, doch eine Verschnaufpause war uns nicht vergönnt: Es ging direkt auf eine umfassende Besichtigungstour. Die Krönung dieser Tour war ein Besuch im Englischen Garten und ein zünftiges Mittagessen unterm chinesischen Turm. Als es zurück zur Jugendherberge gehen sollte, waren Verena und Shabana verschollen. Die standen nämlich zur falschen Uhrzeit am Treffpunkt und mußten sich nun alleine durch den Großstadtdschungel schlagen (Abenteuer Schwarzfahren!!!). U-Bahn zu fahren war überhaupt ziemlich lustig. Besonders diese Rolltreppen, die nur angingen, wenn man auf die Platte davor trat...

Am nächsten Tag machten wir eine Führung durch die Bavaria Filmstudios mit, bei der einige von uns die Chance bekamen, berühmt zu werden. Andreas, Martin und Christian mußten ein Gesangssolo hinlegen, weil sie vorher in der Gruppe nicht richtig mitgesungen hatten und Eric, Nicole Hürter und

Verena waren Probeschauspieler in einem Weltallfilm: Nicole mußte aus dem abstürzenden Raumschiff vor dem Weltraummonster (Eric) gerettet werden (sein Schrei sollte weltberühmt werden), und Verena wurde von unserem "charmanten" Studioführer zu Supergirl ernannt, das nun Nicole und die Welt vor Eric retten mußte.

Nach einer Tour durch "Das Boot" und "Die Unendliche Geschichte" durften wir alle nochmal unsere Schauspielkünste unter Beweis stellen. Martin war der Held, der Steffi von einer "fahrenden" Dresine retten mußte und alle anderen waren Geier (Mädchen) und Büffel (Jungs).

Frau Julius & Herr Stein Nach der Filmtour wanderten wir zurück zur Jugendherberge und abends besuchten wir das IMAX-3D-Kino. Die Filme waren so spannend, daß Kerstin M. keine 5 Minuten nach dem Hinsetzen eingepennt war.

Am 3. Tag besuchten wir dann das Deutsche Museum. Das fanden einige ganz besonders toll, weil es da jede Menge Knöpfe gab mit denen man irgendwelche tollen Maschinchen anstellen konnte. Das Museum war so groß, daß wir hier den ganzen Tag verbrachten.

Der nächste Tag begann mit dem Besuch der Staatsgalerie moderner Kunst, danach folgte die Fahrt zum Olympiapark und die "Besteigung" des Olympiaturms (zum Glück gab es 'nen Fahrstuhl!!) und eine anschließende Führung durch den Olympiapark und Torwandschießen im Olympiastadion.

Der Mittwoch führte uns in die KZ-Gedenkstätte Dachau, es war ziemlich heiß, also durften wir uns während der Führung in den Schatten setzen. Diese willkommene Pause nutzte die liebe Kerstin mal wieder für ein Schläfchen.

Auf dem Weg zum Schloß Nymphenburg wurden wir am Donnerstag von zahlreichen Straßenbahnen durch die Gegend gerüttelt. Beim Schloß angekommen, besichtigten wir zuerst das Schloß selbst und dann den großen Schloßpark.

Mittags waren wir dann bei Microsoft Deutschland zu Besuch. Wir waren, wie wir das so mitgekriegt haben, die erste Schülergruppe dort und bekamen alle Besucherausweise für die Firma. Dann wurden wir in einen Raum geführt, in dem uns eine Frau einen extrem laaaaangen Vortrag über Microsoft hielt. Das störte uns allerdings wenig, denn wir waren damit beschäftigt die ganzen Gratisgetränke zu vernichten, die dort in rauhen Mengen standen. Wahrscheinlich hat die Firma durch uns noch Verluste gemacht, weil wir das Angebot an Gratisgetränken so klasse fanden, das nichts mehr übrig blieb. Danach folgte noch ein nobles Essen in der firmeneigenen Kantine.

Abends folgte dann DAS "Erlebnis" überhaupt. Wir bekamen die Möglichkeit in der "weltbekannten" Fernsehshow "Sport-Fan" bei DSF als Zuschauer dabei zu sein. Wir mußten allerdings erstmal in einem Vorraum des Studios warten, weil noch eine andere Aufzeichnung lief. Und wir mußten ziemlich lange warten... Irgendwann platzte dem sonst so gutmütigen Herr Stein der Kragen und er donnerte los, es sei eine Unverschämtheit, daß keiner von diesen Fernsehpennern uns betreue. Amüsanterweise saß schon seit unserer Ankunft ein "Fernsehpenner" bei uns im Raum. Aber die Vorstellung von Herrn Stein war einfach zum Schießen. Als Ausgleich für die lange Wartezeit räumten wir auch hier den Getränkeschrank fast komplett leer. Die Sendung war ein ziemlicher Witz. Wir konnten nur hoffen, daß die wackelige Holztribüne uns die 30 Minuten aushielt, und beschäftigten uns damit, uns über die Frisur des "süßen Kickerexperten" lustig zu machen. Die Sendung an sich war nämlich ziemlich öde, aber wir haben trotzdem immer brav geklatscht, wenn der Onkel uns ein Zeichen gegeben hat.

Stammtisch Abends war ein Besuch in der Pink-Floyd-Lasershow angesagt. Die Sitze waren superbequeme Schlafsessel, was zur Folge hatte, das diesmal gleich die halbe Gruppe einschlief (Kerstin war diesmal wach!), obwohl die Musik so laut war, das wir die nächsten Tage ständig so ein Klingeln im Ohr hatten.

Am vorletzten Tag fuhren wir frühmorgens mit dem Bus los, in Richtung Salzbergwerk Berchtesgarden. Hier mußten sich alle erstmal in stilechte Bergmannsklamotten zwängen. Mit der Grubenbahn ging es dann tief in den Berg. Während der Führung gab es Bergmannsrutschen, die wir gleich mehrfach runtergesaust sind. Ich glaube, der Führer zweifelte daran, das wir wirklich eine zwölfte Klasse sind, so wie wir uns aufgeführt haben.

Den Abschiedsabend verbrachten wir, wie fast jeden Abend, im Hofbräuhaus und im Haus der 111 Biere. An diesem extrem feucht-fröhlichen Abend wurde das Insider-Motto der Fahrt geboren, dessen wahren Hintergrund nur Wenige kennen, denn: "WIR SIND'S, DIE PETERS..."

Als Höhepunkt wurden wir fast aus dem Hofbräuhaus geworfen, weil wir zu laut "Hoch soll'n sie leben" für Frau Julius und Herrn Stein sangen, als sie ihre Spezial-Hüte von uns bekamen. Nachdem die Beiden ihre Tränen der Rührung weggewischt hatten, machten wir uns auf den Weg in das Haus der 111 Biere, in dem unsere Kursfahrt einen würdigen (und bierreichen!) Abschluß fand.

Zurück im Jugendgästehaus performte unser "leicht" angeheiterter Franz auf dem Tisch der Eingangshalle mit einem Sepplhut und barfuß "Stayin' alive".

Als kleiner Tip für alle, die mal mit ein paar Leuten nach München fahren wollen: Kauft euch bloß keine Gruppenfahrkarte! Es ist nämlich ziemlich schwierig, eine Karte unter 6 Leuten aufzuteilen, die alle in eine andere Richtung wollen.

Hiermit bedanken wir uns nochmal bei Frau Julius und Herr Stein für die Mühe, die sie sich mit uns gegeben haben und für die Geduld, die sie hatten (Herr Stein wurde nachts um 4 Uhr von einem Jugendherbergszivi aus dem Bett geholt, weil einige seiner Schützlinge eine ziemlich laute Party feierten). Danke für diese unvergessliche Studienfahrt!

Verena